Fahrrad-Demo in Windeck-Rosbach am 2. April 2022: Wo ist unser Radweg?

Am Samstag, den 2. April 2022, 10.00 Uhr in Windeck-Rosbach, Schotterparkplatz vor dem Bürgeramt.

Sieguferweg bei Windeck-Dreisel
Sieguferweg bei Windeck-Dreisel © Dieter Zerbin / ADFC Ortsgruppe obere Sieg

Wer in Windeck mit dem Fahrrad ans Ziel will, hat es nicht leicht. Mit dem Siegtal-Radweg besteht zwar eine ideale Ost-West-Verbindung von Au bis Stromberg. Die aber bietet Herausforderungen:

Die nahe liegende Verbindung von Dreisel nach Schladern über eine Siegbrücke ist derzeit nicht realisierbar – stattdessen gibt es einen anstrengenden Umweg über den Berg Richtung Mauel.

Seit mittlerweile mehreren Jahren ist der Sieguferweg zwischen Dattenfeld und Dreisel wegen Hangrutschen offiziell gesperrt – mit einer Umleitung über die K23, die ohne elektrische Unterstützung herausfordernd und oft auch gefährlich ist.

Auch anderswo wird es ohne Übertreibung lebensgefährlich: zwischen Au und Rosbach existiert kein Radweg, es muss auf der Siegtalstraße (B256) gefahren werden. Eine Teillösung bis Gansau ist zwar in der Planung, aber wie es dann nach Au weitergeht, weiß noch niemand. Wie lange soll das noch so bleiben?

Auch die Anschluss-Wege sind interessant: Von Herchen nach Leuscheid – Fehlanzeige! Oder aus dem Tal Richtung Waldbröl – Fehlanzeige! Nach Ruppichteroth - Fehlanzeige! Von Au nach Hamm oder Wissen - Fehlanzeige!

Das Problem ließe sich noch in einen größeren Kontext setzen: Windeck liegt in Deutschland, das spätestens 2045 klimaneutral sein will. Dies wird rein automobil keinesfalls gelingen. Wie soll der Strombedarf gedeckt werden (auch in Windeck gibt es bisher keine Windräder)? Die Straßen sind jetzt schon verstopft - brauchen E-Autos eigentlich weniger Platz? Es ist höchste Zeit, dass die Voraussetzungen für alternative Mobilität geschaffen werden.

Wir begrüßen  ausdrücklich als allerersten Schritt die Einrichtung des überparteilichen „Arbeitskreises Radwege/Mobilität“ in der Gemeinde Windeck, der sich demnächst mit der Erarbeitung eines integrierten Radwegekonzeptes befassen soll und werden diesen tatkräftig unterstützen.

Bis dahin laden wir alle Betroffenen (also eigentlich alle) ein zur Fahrrad-Demonstration am Samstag, den 02.04.22 um 10 Uhr in Rosbach, Schotter-Parkplatz vor dem Bürgeramt. Wir fahren unter Polizeibegleitung sicher auf der B256 nach Au und zurück.

Damit wir die eingangs gestellte Frage hoffentlich bald so beantworten können: ÜBERALL!

(KlimaInitiative Windeck und ADFC Obere Sieg)


https://obere-sieg.adfc.de/neuigkeit/fahrrad-demo-critical-mess-in-windeck

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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