Verkehrswende-Demonstrationen im Mai

 

Die "Verkehrswende" ist in Zeiten der nahen Klimakatastrophe in aller Munde.

 

Groß-Demo 8. Mai in Düsseldorf
Groß-Demo 8.5. in Düsseldorf © www.verkehrswendejetzt.nrw

Nicht zu Unrecht, denn der Bereich „Verkehr“ hat bisher so gut wie nichts zur Reduzierung des globalen CO²-Ausstoßes beigetragen. Im Gegenteil: Die täglichen Staumeldungen von den Autobahnen, die LKW-Flut auf den Straßen und auch die immer größer und stärker werdende Flotte von spritfressenden SUVs zeigen, welche Lücke hier noch zwischen den formulierten Zielen und der Realität klafft. Gleichzeitig stockt der Ausbau eines bezahlbaren ÖPNV und die nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer*innen bleiben ohne ein akzeptables Fuß- und Radwegenetz weiter an den Rand gedrängt.

Allerdings regt sich immer stärker auch der öffentliche Widerstand gegen eine Mobilität, die fast ausschließlich auf das Auto setzt - und das auch an der Oberen Sieg in Eitorf und Windeck.

Am Samstag, den 7. Mai gibt es in Eitorf wieder eine „Critical-Mass“- Fahrraddemo, organisiert vom Eitorfer Klimatreff. Start ist um 10.00 Uhr auf dem Markt-(Park-)Platz.

Am Sonntag, den 8. Mai, also eine Woche vor der NRW-Wahl, findet in Düsseldorf eine landesweite Großdemo statt, zu der u.a. auch der ADFC aufruft. Wir von der Ortsgruppe Obere Sieg werden uns per Rad einem Zubringerzug aus Bonn anschließen, diesen um 09.00 Uhr in Porz treffen und anschließend mit einer hoffentlich sehr großen Gruppe in die Landeshauptstadt radeln. Die Anreise nach Porz kann (sollte?) mit der Bahn geschehen, z.B. RE9 07.49 Uhr ab Schladern.

Am Sonntag, den 29. Mai demonstrieren wir ab 14.00 Uhr im Bonner Hofgarten, unterstützt von zahlreichen Organisationen aus dem Umwelt- und Verkehrsbereich für besseren ÖPNV, Fußgänger- und Radverkehr.

Hierzu werden wir mit dem Rad von Windeck-Dattenfeld (Abfahrt 9Uhr, Siegbrücke) über Eitorf (Abfahrt 10.00 Uhr, Radweg Siegbrücke Kelters), Hennef (11.30 Uhr Markt), St. Augustin (12.00 Uhr, Burg Niederpleis) in einer hoffentlich immer größer werdenden Gruppe nach Bonn fahren.

Wer nicht oder nur eine Strecke mit dem Rad fahren möchte, kann für den Tag auch ein kostenloses ÖPNV-Ticket bestellen:

https://parentsforfuture.de/de/Tickets_Bonn_29-05-2022

In Windeck planen ADFC und KlimaInitiative Windeck die nächste Fahrrad-Demo unter dem Motto: „Wo ist unser Radweg?“ für den 11. Juni.

Man sieht also: Der Weg zur „Verkehrswende“ ist es zwar noch sehr lang, aber es tut sich was!

Jede*r Einzelne zählt!

(Infos: dieter.zerbin@adfc-bonn.de)

 


https://obere-sieg.adfc.de/neuigkeit/verkehrswende-demonstrationen-im-mai

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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