Gegen die Einbahnrichtung radeln - bald auch an der Oberen Sieg?

 

Einbahnstraßen für Radfahrende*innen öffnen !

 

Windecker Straße / Burgtor
Windecker Straße / Burgtor © ADFC Ortsgruppe Obere Sieg

Nicht nur in Großstädten ist es längst etablierte und ausgeschilderte Realität: Radfahrende*innen  dürfen zahlreiche Einbahnstraßen ganz legal auch gegen die Einbahnrichtung befahren. Einbahnstraßen werden dort eingerichtet, wo der Autoverkehr gelenkt und beruhigt werden soll, oftmals auch dort, wo Straßen für den automobilen Platzbedarf sehr schmal sind.

Dies sind alles Gründe, die für den Radverkehr nicht zutreffen – Radverkehr ist leise und das Fahrrad benötigt wenig Platz. Und es ist mittlerweile klar, dass das Fahrrad ein wichtiger Baustein der „Verkehrswende“ sein muss.

Von daher stellt sich auch bei uns an der Oberen Sieg die Aufgabe, die Bedingungen für Radfahrende*innen im Alltag zu verbessern.

In Eitorf wurde unter aktiver Mitwirkung des ADFC ein Radverkehrskonzept erarbeitet, das z.B. für die Cäcilienstraße im Ortskern eine Freigabe für den Radverkehr in beide Richtungen vorsieht oder eventuell sogar die Einrichtung einer „Fahrradstraße“, die den Fußgängern und Radlern grundsätzlich Vorrang vor den Autos (die sind hier nur „zu Gast“) einräumt. Dieses Radverkehrskonzept wird mittlerweile von der Verwaltung und dem Gemeinderat beraten.

In Windeck gab es eine Initiative aus den politischen Parteien mit dem Ziel der Freigabe von Einbahnstraßen für Radelnde. Die Windecker ADFCler haben dazu einen konkreten Vorschlag für die Ortskerne von Dattenfeld und Schladern erarbeitet.

Unsere Vorschläge für Dattenfeld:

  • Aufhebung des Einfahrtverbots am oberen Ende des „Krankenhausweg“ nur für Radler
  • Freigabe in beide Richtungen für Radler „Im Ünken“, „Windecker Straße“ und „Am Burgtor“

Schladern (Freigabe für Radler):

  • „Burg-Windeck-Straße“ 
  • „Falkenweg“

Weitere Vorschläge für die Freigabe von Einbahnstraßen (Fahren in beide Richtungen für Radfahrende) nehmen die Aktiven vom ADFC Obere Sieg gerne entgegen.

Bedingung für die Freigabe ist, dass die genannten Straßen „Tempo-30-Zonen“ sind.

Das ist in allen genannten Bereichen der Fall.

Unsere Vorschläge wurden am 16. November sowohl im zuständigen Fachausschuss als auch im Gemeinderat einstimmig angenommen.

Letztlich entscheiden muss nun das Straßenverkehrsamt des Rhein-Sieg-Kreises.

Wir hoffen und wollen durch unser eigenes freundliches und rücksichtsvolles Verhalten dazu beitragen, dass auch die Autofahrer verstehen, dass sie den Verkehrsraum zukünftig weniger für sich haben, sondern ihn teilen müssen – die Straße gehört allen!

Wir bleiben dran!

 


https://obere-sieg.adfc.de/neuigkeit/gegen-die-einbahnrichtung-radeln-bald-auch-an-der-oberen-sieg

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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